Früher eine seltene Krankheit, ist der Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) heute eine der häufigsten Krankheiten überhaupt. Die Zahl bekannter Diabetiker in Deutschland wird derzeit auf ca. 3,9 Millionen geschätzt. Die Behandlung des Diabetes bedeutet eine Dauerbehandlung, da der Diabetes eine chronische, d. h. lebenslange Erkrankung ist.
Nach Nahrungsaufnahme und Verdauung steigt der Zuckergehalt des Blutes an. Ein hoher Blutzucker signalisiert der Bauchspeicheldrüse, Insulin abzugeben. Bei gesunden Menschen stehen Zucker und Insulin in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander, d. h. je höher der Blutzucker, umso mehr Insulinausschüttung erfolgt zur Normalisierung des Blutzuckers. Man unterscheidet hauptsächlich zwei verschiedene Ursachen und damit zwei verschiedene Diabetes-Typen, deren gemeinsames Merkmal der erhöhte Blutzucker ist.
Typ I: absoluter Insulinmangel (gewöhnlich bis zum 35. Lebensjahr)
Typ II: Sog. Altersdiabetes (tritt im mittleren, insbesondere im fortgeschrittenen Lebensalter auf).